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Radwallfahrt Sommer 2017

Übersichtskarte




Herzlich willkommen. Es freut mich, dass Du/Sie mich auf meiner Reise begleitest/begleiten. Ich möchte Dich/Sie bitten, mit mir um eine gesegnete, frohe Fahrt und eine glückliche Heimkehr zu beten. Auch ich werde auf der Fahrt und an den Wallfahrtsorten Deine/Ihre Anliegen im Gebet vor Gott tragen.  Auch diese Fahrt habe ich den hll. Engeln anvertraut.

Auch auf dieser Tour möchte ich verschieden Wallfahrtsorte aufsuchen. Die Auswahl ergibt sich aber erst während der Fahrt.

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Freitag, 16.06.

Am Donnerstag habe ich noch den ganzen Tag "rumgepackt" und bin dann gegen 17 Uhr nach Ulm aufgebrochen. Da ich mir den Stress am Morgen ersparen wollte, habe ich im Intercityhotel übernachtet. Der größte Komfort bestannd darin, dass ich am Morgen mein Rad plus Gepäck direkt vom Empfang auf den Bahnsteig schieben konnte, wo mein Zug nach München stand. Dort hatte ich auch genügend Zeit eingeplant, um in Ruhe in den IC nach Berlin einsteigen zu können. Die Fahrt verlief reibungslos, und in Berlin war ich - wie im vergangenen Jahr - wieder Gast bei Franz Georg.



Franz-Georg hat auf seinem PC einen "Panorama-Maker". So konnte er von seinem Balkon aus dieses Bild erstellen.

Montag, 19.06.

Heute ging es dann gegen 11 Uhr voll zur Sache. Zugegeben, ein wenig aufgeregt bin ich da schon. Was wird mich auf der Reise erwarten? Hält das Rad durch - und ich auch? Wie wird es mit den Übernachtungen? Na ja, in Strausberg wollte ich eigentlich nach 40 km Schluss machen und einen gemütlichen Nachnittag/Abend verbringen, aber leider fand ich keine freie Pension, aber ein nettes Café.

 
Dann fuhr ich weiter und fand eine günstige Pension auf einem Pferdehof. Ich habe mir fest vorgenommen, voll auf die Hilfe der hll. Engel zu vertrauen und mir keine Sorgen (s. o.) zu machen. Hier auf dem Pferdehof ist es sehr nett. Es gibt sogar WLAN.




Dienstag, 20.06.


Wie gestern hochsommerliches Wetter. Aber heute gab es Probleme mit der Navigation. Ich habe einmal den ausgedruckten Michelinplan, nach dem ich anfangs fuhr. Aber da die Beschilderung nicht oft damit übereinstimmte, benutzte ich dann meine Garmin-Navigation im Smartphone. Das Ergebnis: Ich bin ca. 20 km im Kreis gefahren. Garmin bevorzugt eindeutig sehr radfahrerfreundliche Routen, während Michelin weniger darauf wertelgt. Auch heute wollte ich frühzeitig Schluss machen, aber in Seelow gab es keine freien Zimmer. Im Tourismusbüro vermittelte man mir ein Zimmer 15 km entfernt in Golzow (Pension Wagner), aber da es auf meiner Route lag, war das kein Problem.

Mittwoch, 21.06.

Bei wieder gutem Wetter über die Grenze gefahren. Aber dann wurde es leider recht unangenehm. Bei einem Einkauf ist mir das Rad umgefallen und der hintere Ständer hat sich verbogen. Keine Katastrophe, weil sonst nichts passiert ist - selbst der Spiegel hat keinen Schaden genommen - aber äußerst lästig. Man kann das Rad auf freier Strecke nicht mehr abstellen und muss immer einen Baum oder sonst eine Gelegenheit finden, um es anzulehnen. Aber ich fand bald ein Fahrradgeschäft. Der Besitzer dort war aber recht unfreundlich und hat sich gar nicht um eine Lösung bemüht. Ein paar Meter weiter gab es eine Autowerkstatt, wo ich mein Glück versuchte. Die Manschaft war äußerst freundlich, und ein Mechaniker hat sich sehr um eine Lösung bemüht. Nachdem der Ständer beim Geradebiegen gebrochen war, schweißte er ein neues Stück ein, und es sah alles so aus, als sei das Problem gelöst. Leider musste ich später festsellen, dass der Ständer zu stark nachgab, so dass ich ihn nicht benutzen konnte. Trotzdem einen herzlichen Dank an die freundliche und hilfsbereite Mannschaft dort. Ich fuhr dann weiter bis Wilnica. Ein abgelegenes Hotel, das ich aufgesucht hatte, war geschlossen. Eine freundliche Frau telefonierte für mich aber in den Ort und reservierte ein Zimmer. Ich hatte die Adresse in mein Navi eingeben, aber plötzlich war sie weg. Noch nicht einmal den Namen des Hotels kannte ich. Eine Polizeistreife kontrollierte dann noch meinen Ausweis, und da ich wenigstens noch die Telefonnummer des Hotels hatte, fand ich es schließlich doch noch (Hotel Wilnica).

Donnerstag, 22.06.

Heute bin ich nur bis Gorzów gefahren, wo ich an den Feiertagen (Hochfest Herz Jesu und Geburt Johannes des Täufers) und am Sonntag die hl. Messe mitfeiern möchte. Die Quartiersuche kam nur schleppend voran. Ich suchte nach einer Touristinformation, aber niemand kannte eine solche. Schließlich geriet ich an eine sehr nette Dame, die englisch sprach  und sich sofort meiner annahm. Zunächst ging sie ins Postamt, um zu erfragen, ob es eine Touristinformation gibt. Anscheinend nicht. Aber sie hatte die Adresse eines Reisebüros. Dort trug sie der Angestellten mein Anliegen vor. Auch diese Dame war äußerst hilfsbereit und telefonierte etliche Hotels ab. Wegen einer Sportveranstaltung in der Stadt, sah es ziemlich schlecht mit einer Unterkunft aus. Doch schließlich fand sie ein Zimmer für mich (Hotel Gorzów), zwar etwas außerhalb, aber mit einer guten Busverbindung in die Innenstadt. Ich habe auch mit meinem Radhändler telefoniert. Er will mir einen neuen Fahrradständer hier ins Hotel schicken. Vermutlich dürfte er bis Montag wohl noch nicht dasein, so dass ich noch einen oder zwei Tage anhängen muss.

Sonntag, 02.07.

Ich sitze leider immer noch in Gorzów und warte auf mein Ersatzteil. Wahrscheinlich ist beim Versand etwas schiefgelaufen. So folgt nun Plan B. Ich habe Franz-Georg gebeten in Berlin bei der Fa. Stadler einen Radständer passend für mein Rad zu bestellen. Falls ich bis Dienstag kein Paket bekomme, fahre ich dann am Mittwoch mit dem Zug nach Berlin. Mein Rad und das Gepäck kann ich hier beim Pfarrer einer nahe gelegenen Kirche lassen.
Gestern war ich in der Abendmesse in der Kathedrale. Nach der Gabenbereitung hallte plötzlich eine Stimme durch die Kirche, und alle Gläubigen verließen geordnet aber zügig das Gotteshaus. Draußen sah ich den Grund. Aus dem Kirchturm quollen dicke Rauchwolken.





Samstag, 08.07.


Am Mittwoch bin ich also mit dem Zug nach Berlin gefahren und habe sicherheitshalber das Rad gleich mitgenommen. Am Abend gab es dann ein lautstarkes Vergnügen:


Am Donnerstag brachten wir mein Rad zur Firma Stadler, um den neuen Ständer monieren zu lassen. Dann besuchten wir das DDR-Museum

Trabi - Freuden Am Schreibtisch des Generalsekretärs mit passendem Auto


Am späten Nachmittag konnten wir dann mein Rad abholen. Vielleicht klappt es jetzt, obwohl es der gleiche Ständer wie vorher ist. Aber Franz-Georg hatte mich darauf aufmerksam gemacht, dass man den Ständer vielleicht verlängern könne, so dass das Rad keine so starke Neigung hat und somit auch den Ständer nicht so stark belastet. Tatsächlich konnte man die Länge verstellen. Ich werde ja bald merken, wie es mit der neuen Einstellung funktioniert.

Am Freitag stand das Stasi-Museum auf dem Besichtigungprogramm. Es ist erschütternd, anschauliich zu erleben, unter welch unmenschlichem System die Menschen in der ehemaligen DDR leben mussten.

Im Stasi-Museum - rechts: Der Arbeitssbereich von Erich Mielke



Und noch ein Panoramabild




So düster wie auf diesem Panoramabild sieht es leider heute für die Rechtsstaatlichkeit in Deutschland aus. Einen Lichtblick gäbe es nur, wenn die dahindösenden Bürger endlich aufwachen und sich nicht weiterhin von der weitgehend gleichgeschalteten Parteipresse den Blick für die Realität vernebeln lassen würden.



"Andersdenkend"  ist auch im heutigen Deutschland bereits gefährlich.

Montag, 10.07.

Heute mit dem neuen Radständer gestartet. Gegen Mittag zog sich ein Gewitter zusammen und es gab einen heftigen Regen, der über eine Stunde anhielt. Diesmal hatte ich nicht das Glück, ein Bushäuschen oder einen anderen geeigenten Unterschlupf zu finden. So hatte ich nur ein paar Bäume zum Unterstellen. Die waren aber dem Guss nicht gewachsen und so wurde ich ganz schön durchnässt. Nach dem Regenguss kam dann doch noch die Sonne heraus, und ich fuhr bis Drezdenko (Hotel Eljan). 


Dienstag, 11.07.
Der Himmel war zwar verhangen, alles grau in grau, aber es wurde doch noch ein angenehmer Reisetag. Zum Nachmitag hin lichtete sich die Wolkendecke und schließlich ließ sich auch die Sonne sehen. Mit der Navigation klappt es ausgezeichnet. Als Grundlage benutze ich den Routenplaner von Michelin. Da aber viele von den Orten, die Michelin zu passieren vorschlägt, auf den Straßenschildern nicht zu finden sind, gebe ich die entsprechenden Orte ins Navi ein. Und die dort vorgeschlagenen Routen sind sehr fahrradfreundlich, meist wenig befahrene Straßen. Für die Gegend, die ich zur Zeit durchfahre, habe ich keine Straßenkarte. Aber bald komme ich den Bereich meiner Polenkarte, dann wird die Navigation wesentlich einfacher. Damit mir nicht der Strom ausgeht, habe ich folgende Methode entwickelt: Aus der Stadt hinaus lasse ich das Navi eingeschaltet. Bin ich dann auf freier Strecke, schalte ich es auf "standby". Wenn eine "verdächtige" Kreuzung auftaucht, schaue ich kurz rein, um es dann gleich wieder in den Runemodus zu versetzen. Dieses Vefahren spart enorm Strom. Solte es damit doch einmal knapp werden, habe ich eine kleine "Powerbank" dabei.
Schluss machen wollte ich eigentlich in Czarków. Die Suche nach einer Unterkunft ist meisetens sehr lästig. Die Leute, die ich frage können mir - abgesehen von den Sprachschwierigkeiten - kaum helfen. Am liebsten gehe ich in eine Touristinformation. Das ist eine feine Sache: Ich kann meine Preisvorstellung angeben und gleichfalls meine Wünsche (hauptsächlich WLAN und einen sicheren Astellplatz fürs Rad). Mein Zimmer wird dann gleich reserviert, ich bekomme die Adresse und mit dem Navi finde ich dann leicht dorthin. Leider habe ich in Polen noch keine einzige Touristinformation gefunden. Auch heute war es wieder recht schwierig. Vom Navi hatte ich eine Hoteladresse, aber das Haus kam mir etwas verdächtig vor. Ein weiteres Hotel war belegt, aber die Dame dort war so nett, in einem anderen Hotel anzurufen und dort für mich gleich ein Zimmer zu reservieren. Das Haus liegt 7 km entfernt in Lubasz. Mit dem Ebike war das kein Problem. Und es war eine Unterkunft ganz nach meinen Wünschen: Besitzer spricht deutsch, ein Zimmer im Ergeschoss mit Einfahrrampe fürs Rad, ein kleines Abendessen war zu haben und es gibt eine Terrasse für den Abendtrunk. Hier das Preisbeispiel: Übernachtung im Superzimmer
(Klima) mit Frühstück, Abendessen (Hühnersuppe, Schmalzbrot, Piroggen) und drei große Bier, alles zusammen 45 €.  (Link zum Hotel)



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